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EPR-ComplianceAmazon-Abgleich

Amazon-Abgleich

Amazon berechnet über dein Verkäuferkonto eigene EPR-Mengen (aus Katalogdaten geschätzt) — das ist die Datenbasis, die Amazon an EPR-Partner wie Taxually übermittelt. Im Tab Amazon-Abgleich holst du diese Monatsberichte nach Flowkom und vergleichst sie mit deinen eigenen Zahlen aus den Verpackungsprofilen.

Wozu der Abgleich gut ist

Wenn du die Meldung für ein Land über einen Amazon-Partner laufen lässt (z. B. Taxually in Frankreich oder Spanien), meldet der Partner exakt die Zahlen, die Amazon ihm übermittelt — und das sind Schätzungen aus Katalogmaßen, nicht deine echten Verpackungsgewichte. Der Abgleich zeigt dir schwarz auf weiß, wie stark Amazons Schätzung von deinen tatsächlichen Verpackungsprofilen abweicht, bevor ein Partner in deinem Namen falsche Mengen meldet. Deine Verpackungsprofile in Flowkom sind immer die genauere Quelle.

Abrufen

  • Manuell: „Vormonat jetzt abrufen” (dauert ~30 Sekunden — Amazon erstellt den Bericht erst auf Anfrage).
  • Automatisch: Schalter „Monatsbericht automatisch abrufen” je Amazon-Verbindung — Flowkom holt dann jeden Monat den Vormonat ab (kein weiterer Einrichtungsschritt nötig).

Der Bericht ist kontoweit: Ein Abruf liefert alle Marktplätze deiner Amazon-EU-Verbindung auf einmal (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, UK …), aufgeschlüsselt nach dem Lieferland der Bestellung.

Was der Amazon-Bericht abdeckt — und was nicht

Das ist der wichtigste Punkt, damit du die Zahlen richtig einordnest:

Im Amazon-Bericht enthalten?
Produktverpackung deiner Amazon-Verkäufe (FBA und FBM)✅ Ja — jede über Amazon verkaufte Einheit
Versandkartons bei FBA (die Kartons, die Amazon packt)✅ Ja — als eine Summenzeile je Land (siehe unten)
Versandkartons bei Eigenversand (FBM)❌ Nein — die kennt nur Flowkom (dein Karton + deine Versanddaten)
Verkäufe über eBay, Otto, Kaufland, deinen Webshop❌ Nein — Amazon sieht nur Amazon

Anders gesagt: Der Amazon-Bericht ist die richtige Quelle für alles, was über Amazon läuft — aber immer nur für Amazon. Für ein vollständiges Bild aller Kanäle ist der Flowkom-Bericht im Tab Berichte zuständig.

FBA vs. FBM — häufiges Missverständnis: Amazon schätzt die Produktverpackung für alle Amazon-Bestellungen, egal ob du sie selbst versendest (FBM) oder Amazon (FBA). Nur bei den Versandkartons unterscheidet Amazon: gemeldet werden ausschließlich die von Amazon selbst gepackten FBA-Kartons. Deine eigenen FBM-Versandkartons tauchen im Amazon-Bericht nicht auf — die deckst du über deine Versandverpackungen in Flowkom ab.

Was du siehst

  • Abgleichstabelle je Land × Materialfraktion: Amazons kg vs. Flowkoms kg mit Differenz (auffällige Abweichungen > 10 % werden markiert). Verglichen werden nur Verpackungs-Kategorien; Amazons Zeilen zu anderen französischen Filières (Möbel, Papier, Spielzeug, Sport) werden ausgewiesen, aber nicht verglichen.
  • FBA-Versandverpackung laut Amazon: Amazons Monats-Summe der von Amazon verwendeten Versandkartons (Einheiten + kg je Fraktion) — die Mengen, die dir als Hersteller der FBA-Versandverpackung zustehen (§ 7 Abs. 7 VerpackG).
  • TSV-Download der Rohdatei je Periode (zum Prüfen einzelner Artikel oder zur Weitergabe).

Die Amazon-Zahl landet direkt im Bericht

Sobald du hier einen Monatsbericht abgerufen hast, erscheint Amazons echte FBA-Kartonmenge automatisch im Tab Berichte in der Sektion „FBA-Versandverpackung” — je Land mit dem Badge „laut Amazon” und einem Hinweis, welche Monate abgedeckt sind. Damit steht die reportfähige Zahl direkt dort, wo du sie brauchst, ohne sie manuell zu übertragen. Solange kein Amazon-Bericht für den Zeitraum vorliegt, zeigt der Bericht stattdessen den Hinweis „Mengen im Amazon-Abgleich abrufen” — oder du aktivierst im Melde-Setup die Standardkarton-Schätzung als Näherung.

Über den Abwicklung-Filter im Berichte-Tab (Alle / Versand durch Amazon (FBA) / Eigenversand) kannst du die FBA- und die Eigenversand-Mengen jederzeit getrennt betrachten.

„Warum sind da Eisenmetalle / Aluminium drin, wir haben doch keine Metallverpackung?”

Das ist normal und kein Fehler. Amazon schätzt die Materialzusammensetzung der Verpackung aus deinen Katalogdaten (Produkttyp, Kategorie, Maße). Bei Produkten, die selbst Metall enthalten, ordnet Amazons Schätzung einen kleinen Metallanteil der Verpackung zu — etwa bei einer Edelstahl-Klimmzugstange, einem Markierungshütchen-Set „mit Metallständer” oder einem AB-Roller. Es sind pauschale Kategorie-Schätzwerte, keine echten Verpackungsdaten, und die Mengen sind winzig (typisch wenige Kilogramm pro Land und Monat).

Genau deshalb gibt es den Abgleich: Deine Flowkom-Spalte zeigt dein echtes Verpackungsprofil, Amazons Spalte die Schätzung. Weichen sie stark ab, siehst du es hier. Solange du kein Metall verpackst, ist deine Flowkom-Zahl für Eisenmetalle/Aluminium 0 — und das ist die richtige.

Wenn Amazon in deinem Namen meldet (Amazon-Partner-Modell, z. B. Taxually): Dann meldet der Partner diese Schätzwerte inklusive der pauschalen Metallanteile. Du kannst das nicht direkt ändern, aber der Abgleich macht es transparent. Wo deine echten Mengen deutlich abweichen, ist das ein Gesprächspunkt mit deinem Partner.

Einordnung

Amazons Werte sind Schätzungen aus Katalogmaßen — deine Verpackungsprofile in Flowkom sind die genauere Quelle. Wenn deine Flowkom-Spalte noch überall 0,000 zeigt, hast du schlicht noch keine Verpackungsprofile zugewiesen: Sobald du sie im Tab Verpackungsprofile oder direkt am Produkt pflegst, wird der Abgleich aussagekräftig.

Wie du je nach deinem konkreten Melde-Setup mit diesen Zahlen arbeitest, zeigen die Praxisbeispiele.