Skip to Content
ProfitbutlerÜbersicht

Profitbutler

Profitbutler beantwortet zwei Fragen: Was muss ein Artikel kosten? und Was hat er tatsächlich gebracht? Die erste ist Kalkulation, die zweite Auswertung — beides steckt im selben Modul.

Nur für Admins. Der gesamte Profitbutler-Bereich ist Mitarbeitern verschlossen, und zwar serverseitig erzwungen — siehe Benutzer & Rollen.

Die acht Bereiche

TabBeantwortet
ProfitbutlerUmsatz, Kosten und Gewinn auf einen Blick
ArtikelWelcher Artikel verdient Geld, welcher nicht
RegionenWelches Lieferland lohnt sich
VersandWie viele Sendungen über welche Versandart und welche Mitarbeiter
BWABetriebswirtschaftliche Auswertung nach Monaten
SellerboardDie echten Amazon-Kosten statt der kalkulierten
RetourenauswertungWas Erstattungen und Rücksendungen kosten
BestandsbewertungWas im Lager liegt, zum Stichtag

Das Wichtigste zuerst: Soll oder Ist

Die häufigste Verwirrung bei Profitbutler sind zwei Tabs mit unterschiedlichen Zahlen für denselben Zeitraum. Das ist kein Fehler — sie rechnen absichtlich verschieden. Jede Auswertungsfläche trägt deshalb ein Badge:

BadgeBedeutung
Kalkulierte Kosten (Soll)Gerechnet mit deinen hinterlegten Werten — Provision, Werbung, Versand, Verpackung
Echte Amazon-Kosten (Sellerboard)Die tatsächlich abgerechneten Kosten aus Sellerboard

Ein Klick auf das Badge erklärt in der Oberfläche, womit die jeweilige Ansicht rechnet.

Warum Artikel und Regionen immer kalkulatorisch bleiben

Auch wenn „Echte Amazon-Kosten” in der Sellerboard-Integration aktiviert ist, rechnen Artikel, Regionen und die Produkt-Auswertung weiter kalkulatorisch. Das ist eine bewusste Entscheidung, kein fehlendes Feature:

  • Sellerboard liefert Kosten je Tag und Marktplatz — nicht je Artikel. Eine Verteilung auf einzelne Artikel wäre geraten.
  • Werbekosten buchen auf die beworbene Variante. Sie auf Geschwister aufzuteilen wäre ebenfalls Schätzung.
  • Sellerboard kennt kein Lieferland. Der Marktplatz amazon.de sagt nichts darüber, wohin geliefert wurde — eine Regionen-Zuordnung wäre erfunden.

Artikelscharfe Ist-Zahlen findest du im Sellerboard-Tab. Alles andere ist Kalkulation — belastbar, aber eben gerechnet.

Woher die Zahlen kommen

Profitbutler liest hybrid: ältere Tage aus einer vorberechneten Tagesaggregation, der frische Rand — gestern und heute — wird live gerechnet.

Das erklärt zwei Beobachtungen im Alltag:

  • Heute und gestern sind als „Schätzung” gekennzeichnet, abgeschlossene Perioden als echte Ist-Zahlen. Erstattungen und Gebühren treffen oft erst Tage später ein.
  • Zahlen für zurückliegende Tage können sich nachträglich noch leicht ändern, wenn Kosten nachgebucht werden.

Bevor du den Zahlen traust: der Einrichtungs-Check

Profitbutler prüft selbst, ob die Datenbasis vollständig ist, und warnt oben mit „Datenbasis unvollständig — Gewinn teilweise ohne Kosten gerechnet”.

Typische Lücken und wo du sie schließt:

LückeWo
Kein EK beim ArtikelEinstandspreis & FIFO
Versandkosten fehlen für ein LieferlandVersandarten
Fixkosten nicht gepflegtFixkosten

Nimm die Warnung ernst. Fehlt bei einem Artikel der Einstandspreis, geht er mit Kosten 0 in die Rechnung — der ausgewiesene Gewinn ist dann zu hoch, nicht etwa null. Über Alle Lücken anzeigen kommst du direkt zu den betroffenen Artikeln.

Was du einstellen musst

Unter Einstellungen → Profitbutler:

TabInhalt
StandardwerteZiel-Marge, Verkaufsprovision, Werbekosten, Pick-&-Pack-Kosten pro Stück
UmsatzsteuerSteuersätze je Land
WechselkurseFür Verkäufe in Fremdwährung
FixkostenMiete, Löhne, Software — pro-rata verteilt
ErstattungsgründeKategorien für die Retourenauswertung

Die Standardwerte gelten für alle Artikel; einzelne Artikel können eigene Werte tragen („Eigener Produkt-Wert statt Standard”).

Zeitraum und Filter

Alle Auswertungen teilen dieselbe Kopfleiste: Zeitraum (Heute, Gestern, Diese Woche, Dieser Monat, Vormonat oder frei) und Kanal (Alle Kanäle oder einzeln). Ein Vergleichszeitraum lässt sich einblenden.

Weiter