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IntegrationenPPC-Butler

PPC-Butler

Der PPC Butler steuert deine Amazon-Werbung nach Regeln. Flowkom liefert ihm dafür je Artikel die Zahlen, die er selbst nicht kennt — Bestand, Lagerreichweite, Marge, Absatz und weitere Kennzahlen aus Flowkom und Sellerboard. So kann eine Regel etwa die Gebote senken, wenn ein Artikel bald ausverkauft ist, oder bei schwacher Marge bremsen.

Flowkom schreibt nur, es liest keine Werte zurück. Regeln, Schwellen und Ausführungspläne pflegst du weiter im PPC Butler. Flowkom füllt dort die Produktvariablen mit Werten je ASIN und Marktplatz. Wo Flowkom für einen Artikel nichts liefert, rechnet der PPC Butler mit dem Standardwert der Variable.

So hängt es zusammen

  1. Im PPC Butler legst du Produktvariablen an, etwa lagerreichweite oder marge, und nutzt sie in deinen Regeln.
  2. In Flowkom verknüpfst du jede Variable mit einer Datenquelle — das ist das Mapping, optional mit einer Formel.
  3. Der Sync berechnet den Wert für jeden Artikel mit ASIN und schreibt ihn in den PPC Butler.

Voraussetzungen

  • Ein Konto beim PPC Butler mit mindestens einem Amazon-Ads-Profil
  • Deine Anmeldedaten beim PPC Butler (Benutzername und Passwort)
  • Die Rolle Administrator in Flowkom
  • Für die Kennzahlen aus Sellerboard: eine eingerichtete Sellerboard-Integration mit importierten Daten

Je Arbeitsbereich gibt es eine PPC-Butler-Verbindung. Mehrere Marktplätze laufen innerhalb dieser Verbindung, siehe Marktplätze.

Verbinden

  1. Öffne Einstellungen → Integrationen und klicke auf Integration hinzufügen.
  2. Wähle in der Gruppe Sonstiges die Kachel PPC Butler. Ist schon eine Verbindung da, ist die Kachel mit Bereits verbunden gesperrt.
  3. Im Dialog PPC Butler verbinden trägst du Cognito Benutzername und Cognito Passwort ein — das sind deine Anmeldedaten beim PPC Butler. Den Namen der Integration kannst du leer lassen.
  4. Klicke Profile abrufen. Flowkom meldet sich an und findet deine Amazon-Ads-Profile. Gibt es genau eines, ist es vorgewählt; sonst wählst du das Profil, an das Flowkom schreiben soll.
  5. Klicke Verbinden.

Das Passwort speichert Flowkom nicht. Es dient nur der Anmeldung; aufbewahrt wird ein verschlüsseltes Anmelde-Token. Läuft es ab, meldest du dich erneut an.

Findet Flowkom keine Profile, wähle Profil-ID stattdessen manuell eingeben und trage die Profil-ID aus dem PPC Butler ein (eine 6- bis 20-stellige Zahl).

Marktplätze

Jeder Amazon-Marktplatz ist im PPC Butler ein eigenes Profil. Die Karte Marktplätze zeigt, welche davon Flowkom beliefert:

  • Marktplatz hinzufügen bietet die Profile an, die Flowkom in deinem PPC-Butler-Konto gefunden hat.
  • Mit dem Schalter Aktiv nimmst du einen Marktplatz vorübergehend aus dem Sync, ohne etwas zu löschen.
  • Entfernen nimmt den Marktplatz aus Flowkom. Das Regelwerk im PPC Butler bleibt unverändert.

Mappings gelten je Marktplatz. Hast du einen Marktplatz fertig eingerichtet, übernimmst du seine Mappings mit Mappings übernehmen von … nach … auf einen weiteren. Übernommen werden nur aktive Mappings und nur für Variablen, die es im Zielprofil gibt; vorhandene Mappings bleiben unangetastet.

Für jeden Marktplatz schreibt Flowkom auf die ASIN, die der Artikel dort hat (aus den Amazon-Angeboten), sonst auf die ASIN am Artikel.

Variablen verknüpfen

Die Karte Variablen aus PPC Butler zeigt alle Produktvariablen des gewählten Marktplatzes — frisch abgefragt bei jedem Öffnen. Neue Variablen legst du im PPC Butler an; danach erscheinen sie hier über Aktualisieren.

StatusBedeutung
GemapptDie Variable ist mit einer Datenquelle verknüpft und wird beim Sync gefüllt
Gemappt (inaktiv)Das Mapping bleibt erhalten, wird beim Sync aber übersprungen
Nicht gemapptFlowkom liefert nichts; der PPC Butler nimmt den Standardwert. Werte je Artikel kannst du im Artikel von Hand setzen
VerwaistDas Mapping zeigt auf eine Variable, die es im PPC Butler nicht mehr gibt

Über Mapping öffnest du den Dialog und wählst die Datenquelle.

Datenquellen

GruppeDatenquellen
BestandLagerbestand gesamt (FBM + FBA), verfügbar (abzüglich Reservierungen), FBA-Bestand, eigener Lagerbestand (FBM), Bestand eines bestimmten Lagers, Bestand im Zulauf, Tage bis Nachschub
Profitabilität (Sellerboard)TACoS, echter ACoS, Marge, Marge vor Werbekosten, Gewinn pro Stück, Netto-Gewinn, ROI
Volumen & Nachfrage (Sellerboard)Absatz, Absatz pro Tag, Umsatz, organischer Anteil, Conversion-Rate, Sessions, Retourenquote
Kosten & Auszahlung (Sellerboard)Werbekosten, Amazon-Gebühren, geschätzte Auszahlung
ReichweiteLagerreichweite gesamt und FBA in Tagen
SonstigesTag-basierter Boost-Faktor, Daten-OK-Flag

Bestände rechnen Sets und Bundles mit ein. Tage bis Nachschub gibt es nur, solange eine offene Lieferantenbestellung für den Artikel besteht.

Sellerboard-Kennzahlen beziehen sich auf ein Zeitfenster: 7, 14, 30 (Standard) oder 60 Tage oder die ganze Laufzeit. Standardmäßig zählen die Zahlen des Ziel-Marktplatzes; unter Datenquelle-Marktplatz (Sellerboard) kannst du ein anderes Land oder Alle Marktplätze (Gesamt) wählen.

Lagerreichweite ist Bestand geteilt durch den Absatz pro Tag, und zwar über alle Marktplätze zusammen — dein Lager beliefert sie ja gemeinsam. Der Absatz pro Tag stammt aus einem festen Zeitfenster; die ganze Laufzeit ist hier nicht wählbar. Bei Lagerreichweite FBA zählen nur FBA-Bestand und FBA-Absatz.

Tag-basierter Boost-Faktor liefert einen festen Wert, je nachdem, ob der Artikel einen bestimmten Tag trägt: Wert (Tag gesetzt), etwa 2,0, sonst Wert (sonst), etwa 1,0. So hebst du ausgewählte Artikel in deinen Regeln hervor, ohne Zahlen zu pflegen.

Daten-OK-Flag ist 1, wenn der Artikel in den letzten 30 Tagen mindestens 100 € Umsatz hatte und der letzte Sellerboard-Import höchstens drei Tage alt ist, sonst 0. Setze es in deinen Regeln als Bedingung, damit der PPC Butler nicht auf veralteten oder zu dünnen Zahlen entscheidet.

Formel

Mit einer Transformations-Formel passt du den Wert an, bevor er geschrieben wird. value steht für den berechneten Rohwert; ohne Formel geht er unverändert hinüber.

Erlaubt sind Zahlen, value, die Rechenzeichen + - * /, Klammern sowie MAX(…), MIN(…) und ROUND(…).

FormelWirkung
MAX(0, value - 10)10 abziehen, nie unter 0
MIN(value, 60)bei 60 deckeln
MIN(MAX(value, 5), 50)zwischen 5 und 50 halten
ROUND(value * 0.8)80 % davon, ganzzahlig gerundet
ROUND(value, 2)auf zwei Nachkommastellen runden
value / 7Wochenwert in Tageswert umrechnen

Dezimalzahlen mit Punkt schreiben: value * 0.5, nicht value * 0,5. Das Komma trennt in MAX, MIN und ROUND die Angaben voneinander.

Fehler in der Formel zeigt der Dialog sofort beim Tippen, mit der Stelle, an der es hakt.

Vorschau und Speichern

Nach dem Speichern zeigt Vorschau für fünf Artikel mit ASIN den Rohwert und den Endwert nach der Formel; mit dem SKU-Filter holst du gezielt einen Artikel in die Vorschau. Die Vorschau rechnet mit dem gespeicherten Stand — ungespeicherte Änderungen sind darin noch nicht enthalten.

Mit dem Schalter Aktiv im Dialog pausierst du ein Mapping, ohne es zu löschen. Löschst du ein Mapping, bleibt der zuletzt geschriebene Wert im PPC Butler stehen, bis du ihn dort änderst.

Varianten-Familien

Sellerboard bucht Werbekosten auf die beworbene Variante, den Umsatz aber auf die gekaufte. Bei Artikeln mit Varianten ergeben sich so je Variante schiefe Werte — eine Variante scheint nur Kosten zu haben, die andere nur Umsatz.

Die Karte Varianten-Familien fasst die Varianten deshalb zusammen: Ist die Aggregation eingeschaltet, rechnet Flowkom die Sellerboard-Kennzahl über die ganze Familie, gewichtet nach Umsatz, und schreibt jedem Mitglied denselben Wert.

  • Einschalten leitet die Familien sofort aus deinen Eltern- und Kind-Artikeln ab. Jeder Sync gleicht sie danach selbst ab; von Hand geht das mit Jetzt abgleichen.
  • Aggregations-Modus: Alle Sellerboard-Quellen nutzt den Familienwert überall; bei Pro Mapping wählbar entscheidest du im Mapping über Familien-Wert verwenden.
  • Bestand, Reichweite, Absatz pro Tag und der Boost-Faktor laufen immer je Artikel, nie über die Familie.
  • Familie anlegen und Bearbeiten erlauben eigene Zusammenstellungen. Ein Artikel gehört höchstens zu einer Familie. Von Hand bearbeitete Familien (Herkunft Manuell) überschreibt der automatische Abgleich nie.
  • Auf Flowkom-Stand zurücksetzen stellt eine abgeleitete Familie wieder her. Alle auf Flowkom-Stand tut das für alle und löscht dabei auch deine manuellen Familien — das lässt sich nicht rückgängig machen.

Sync

Automatisch: Mit dem Schalter Automatischer Sync aktualisiert Flowkom die Werte jede volle Stunde. Er ist nach dem Verbinden aus — schalte ihn ein, sobald deine Mappings stehen.

Von Hand: Jetzt syncen startet einen Lauf über alle aktiven Mappings und alle Artikel mit ASIN. Der Fortschritt läuft live mit; du kannst die Seite dabei verlassen.

Die Sync-Historie zeigt die letzten 20 Läufe mit Gepusht, Fehler und Skipped. Unter Details anzeigen siehst du die Zahlen je Marktplatz und Variable und den Grund, wenn eine Variable übersprungen wurde.

ErgebnisBedeutung
GepushtWert geschrieben
Skipped (übersprungen)Kein Fehler: Für den Artikel gab es nichts zu schreiben — keine gültige ASIN, keine Daten für die Quelle (etwa keine Sellerboard-Zahlen im Zeitfenster) oder die ASIN ist im PPC Butler nicht angelegt. Dann gilt dort der Standardwert.
FehlerDer Wert ließ sich nicht schreiben oder berechnen; der Grund steht in den Details

Ein Lauf mit einzelnen Fehlern steht trotzdem auf Erfolg — die Fehlerzahl daneben zeigt, dass du nachsehen solltest. Scheitert ein Lauf ganz, bekommst du eine Benachrichtigung, die auf die Integration führt.

Erneut anmelden

Die Anmeldung beim PPC Butler läuft nach einiger Zeit ab. Dann zeigt die Integration Anmeldung abgelaufen, der automatische Sync pausiert, und ein fehlgeschlagener Lauf meldet „PPC Butler: Anmeldung abgelaufen — bitte in den Einstellungen erneut anmelden.”

Klicke Erneut anmelden und gib dein Passwort ein. Deine Mappings, Marktplätze und Familien bleiben dabei erhalten. Über Anderes Konto oder andere Profile-ID? wechselst du bei Bedarf Benutzer oder Profil.

Im Artikel

Im Artikel zeigt der Reiter PPC-Variablen (Bereich Profitbutler) je Marktplatz, welche Werte dieser Artikel an den PPC Butler liefert:

  • Gemappte Variablen verwaltet der Sync; hier siehst du den zuletzt geschriebenen Wert und wann er kam.
  • Nicht gemappte Variablen kannst du für diesen Artikel von Hand setzen: Wert eintragen, Push. So bekommt ein einzelner Artikel einen eigenen Wert, während für alle anderen der Standardwert gilt.

Bei einem Elternartikel setzt du in Kind-Artikel verwalten einen Wert für alle Varianten auf einmal (Alle setzen) oder je Variante.

Den Reiter gibt es nur, wenn eine PPC-Butler-Verbindung besteht; er ist Administratoren vorbehalten.

Grenzen

  • Eine Richtung: Flowkom schreibt Werte, liest aber weder Werte noch Kampagnen oder Werbezahlen aus dem PPC Butler. Werbekosten und ACoS kommen über Sellerboard.
  • Variablen und Regeln legst du im PPC Butler an, nicht in Flowkom.
  • Nur Artikel mit ASIN. Artikel ohne gültige, zehnstellige ASIN und archivierte Artikel bleiben außen vor.
  • Verbindung trennen löscht in Flowkom die Integration mit allen Mappings und der Sync-Historie. Die zuletzt geschriebenen Werte bleiben im PPC Butler stehen; dort entfernst du sie bei Bedarf selbst.

Häufige Fragen

Eine Variable bleibt bei allen Artikeln auf dem Standardwert. Sieh in der Sync-Historie unter Details anzeigen nach dem Grund. Häufig: Das Mapping ist inaktiv, der automatische Sync ist aus, oder die Sellerboard-Quelle hat im gewählten Zeitfenster keine Daten. Die Vorschau im Mapping zeigt, welcher Wert herauskäme.

Viele Artikel stehen auf „Skipped”. Das ist meist gewollt: Für diese Artikel gibt es keine Daten zur Quelle, oder die ASIN ist im PPC Butler nicht angelegt. Der PPC Butler rechnet dann mit dem Standardwert der Variable. Setze in deinen Regeln das Daten-OK-Flag als Bedingung, wenn dünne Daten nicht zu Entscheidungen führen sollen.

Die Lagerreichweite ist auf jedem Marktplatz gleich. Richtig so — sie teilt deinen Bestand durch den Absatz aller Marktplätze zusammen, weil alle aus demselben Lager beliefert werden.

Der Dialog meldet einen Fehler in der Formel, dabei sieht sie richtig aus. Meist ist es ein Komma als Dezimalzeichen. Schreibe 0.5 statt 0,5. Erlaubt sind außerdem nur MAX, MIN, ROUND und value.

Ich sehe den Reiter „PPC-Variablen” im Artikel nicht. Es besteht keine PPC-Butler-Verbindung, der Artikel ist noch nicht gespeichert, oder dir fehlt die Rolle Administrator.

Warum kann ich im Artikel keinen Wert für eine gemappte Variable setzen? Den Wert einer gemappten Variable bestimmt der Sync; ein Wert von Hand würde beim nächsten Lauf überschrieben. Deaktiviere oder lösche das Mapping, wenn du Werte je Artikel selbst pflegen willst.

Kann ich zwei PPC-Butler-Konten verbinden? Nein, je Arbeitsbereich gibt es eine Verbindung. Mehrere Marktplätze eines Kontos richtest du unter Marktplätze ein.

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